5 goldene Regeln für richtiges Loben

5 goldene Regeln für richtiges Loben

von Diana Engels, Erziehungs- & Entwicklungsberaterin

 
„Oh super, das hast du toll gemacht! Prima! Das kannst du aber gut …“ – Zuspruch motiviert Kinder, doch das Leben hat auch eine dunkle Seite. Wohin soll das also führen? Was soll nur aus den kleinen „Prinzen“ und „Prinzessinnen“ werden, wenn der tosende Applaus verstummt und kein roter Teppich mehr ausliegt?

Lobhudelei ist zum Breitensport mutiert. Schon die Kleinsten werden mit „Fein gemacht!“ geweckt. Das Loben ist zum Reflex geworden und verliert dadurch immer mehr an Wirkung. Lob, Selbstwertgefühl und Erfolg sind miteinander verknüpft, doch läuft es einmal nicht mehr rund, so scheitert das Kind an seinen inneren Hürden.

Kinder werden außer Haus nicht für jede Kleinigkeit gelobt. Haben sie es aber nur so kennengelernt, gerät ihr inneres Gleichgewicht schnell ins Wanken. Lob hemmt den Eigenansporn und kann sogar demotivierend wirken!

„Lobjunkies“ werden ihr Selbstbewusstsein an äußere Bestätigungen knüpfen, bleiben diese aus, so sind sie auf „Lob-Entzug“ und können schon in der ersten Klasse in eine Lebenskrise geraten.

Durch richtiges Loben machen Sie Ihre Kinder selbstbewusst und stark!

 
➊ Loben Sie nur, wenn Sie etwas wirklich richtig gut finden – auch das 2. Auto ohne Räder ist „Mist“.

➋ Loben Sie konkret: „Die Sonne hast du schön gelb gemalt.“

➌ Würdigen Sie, was Ihr Kind tut – nicht dessen Persönlichkeit! Vorsicht bei Aussagen wie: „Du bist schlau, brav, usw.“

➍ Spielen Sie Geschwisterkinder nicht durch Lob gegeneinander aus: „Paul, guck mal, wie lieb deine Schwester ist!“

➎ Manchmal reicht auch ein aufmerksamer Blick oder ein anspornendes Lächeln!